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Abbildung: MES Model & Refactor (MoRe) Kurzanleitung, um modellbasiertes Design zu optimieren

Modellbasiertes Design optimieren mit MES Model & Refactor

Der MES Model & Refactor® (MoRe) ist eine Simulink-Erweiterung, die die Modellerstellung und -umgestaltung vereinfacht. MoRe reduziert den Zeitaufwand für wiederkehrende Modellierungsaufgaben um bis zu 90 %, indem diese automatisiert werden.

Darüber hinaus hilft Ihnen MoRe dabei, layoutkonforme, besser lesbare und wartungsfreundliche Modelle zu erstellen. Das macht MoRe zu einem hervorragenden Werkzeug zur Qualitätsverbesserung und Effizienzsteigerung.

Hinweis: Wenn Sie bereits den MES Model Examiner® (MXAM) in der Version Functional Safety Solution nutzen, können Sie alle Funktionen von MoRe automatisch ab der Version 10 von MXAM nutzen. Somit lässt sich MoRe nahtlos in Ihre Toolchain integrieren.

Abbildung: Starten des MES Model & Refactor® (MoRe) im Simulink-Menü
Abbildung: Starten des MES Model & Refactor® (MoRe) im Simulink-Menü

Kurzanleitung zu MoRe

Nachdem Sie MoRe installiert haben, müssen Sie diesen nur noch in einem separaten Reiter im oberen Simulink-Menü suchen:

Abbildung: Aktionsmenü im MES Model & Refactor® (MoRe)
Abbildung: Aktionsmenü im MES Model & Refactor® (MoRe)

Menü und Funktionen

Sehen Sie sich unten alle Aktionen von MoRe an. Klicken Sie auf eine Aktion, um diese auf Ihr Modell anzuwenden.

In diesem Artikel werden wir einige der wichtigsten Funktionen von MoRe vorstellen. Lesen Sie weiter, um einen schnellen Überblick darüber zu erhalten, wie dieses Tool Ihnen die Arbeit erleichtern kann.

Die besten MoRe-Funktionen, um modellbasiertes Design zu optimieren

Erfahren Sie, wie diese Funktionen Ihr modellbasiertes Design optimieren und Modelle schaffen, die visuelle Klarheit mit technischer Präzision vereinen.

1. „Auto Layout”

Mit dieser Aktion sparen Sie Zeit, da häufig ausgeführte Aufgaben mit nur einem Klick erledigt werden. Sie automatisiert mühsame Vorgänge wie das horizontale Ausrichten und vertikale Platzieren von Blöcken sowie das Anordnen von Blöcken gemäß einem Datenfluss von links nach rechts. Dadurch erhalten Sie nicht nur übersichtlichere und einheitlichere Layouts, sondern auch besser lesbare Modelle, die den Modellierungsrichtlinien entsprechen.

Sie können die Funktion „Auto Layout“ außerdem auf das gesamte Subsystem oder einen ausgewählten Bereich anwenden.

Sehen Sie sich das Video an, um mehr über diese Aktion zu erfahren.

Video: „Auto Layout“-Funktion von MES Model & Refactor (MoRe)

Darüber hinaus können Sie mit der Funktion „Auto Layout“ über die Menüoption „Preferences → Config File“ benutzerdefinierte Parameter festlegen. In diesem Menü finden Sie verschiedene Anpassungseinstellungen.

Wenn Sie beispielsweise die Blockhöhe anpassen möchten, um Linienbiegungen zu reduzieren, können Sie die Einstellung „OptimizeBlockHeights“ verwenden. Sie können sie je nach Wunsch auf „true” oder „false” setzen. Der gleiche Ansatz gilt auch für die anderen Anpassungsoptionen. Weitere Informationen hierzu finden Sie im Abschnitt „MoRe-Documentation“.

Die Abbildung zeigt den Unterschied zwischen der Aktion „Auto Layout“ und „Refine Layout“ im MES Model & Refactor.
Abbildung: Unterschied zwischen der Aktion „Auto Layout“ und „Refine Layout“ in MES Model & Refactor (MoRe)

2. „Refine Layout”

Mit der Aktion „Refine Layout“ erhalten Sie, genau wie bei der Aktion „Auto Layout“, ein sauberes und einheitliches Layout. Sie können diese Aktion auf das gesamte Subsystem oder einen ausgewählten Teilbereich anwenden. Der Hauptunterschied besteht darin, dass die Aktion „Refine Layout“ ein Ergebnis basierend auf Ihrem bestehenden Layout erzeugt.

Diese Abbildung zeigt die Verwendung der Funktion „Refine Layout“ nach manuellen Anpassungen im MES Model & Refactor (MoRe).
Abbildung: Verwendung der Funktion „Refine Layout“ nach manuellen Anpassungen im MES Model & Refactor (MoRe)

Wie in der Abbildung gezeigt, berücksichtigt die Aktion „Auto Layout“ nicht die ursprüngliche Struktur, sondern ordnet das Modell anhand vordefinierter Parameter und Kriterien neu. Der wesentliche Unterschied besteht darin, dass die Aktion „Refine Layout“ die ursprüngliche Struktur Ihres Modells beibehält und es innerhalb dieser Grenzen optimiert. Die Aktion führt Aufgaben wie das Ausrichten von Blöcken oder die Verbesserung der Leitungsführung aus.

Sie können die Aktion „Refine Layout“ so oft anwenden, wie Sie möchten. Das ist beispielsweise dann sinnvoll, wenn Sie Ihrem Subsystem ein neues Element hinzufügen oder etwas innerhalb des Modells verschieben möchten. Nachfolgend finden Sie ein Beispiel.

Diese Abbildung beschreibt das Hinzufügen eines Cross-Hierarchy-Signals im MES Model & Refactor (MoRe).
Abbildung: Hinzufügen eines Cross-Hierarchy-Signals im MES Model & Refactor (MoRe)

3. „Add Cross-Hierarchy Signal“

Mit dieser Aktion wird ein ausgewählter Block oder ein ausgewähltes Signal mit einem Eingang eines anderen Blocks innerhalb desselben Modells verbunden. Befinden sich der Quellblock bzw. das Quellsignal und der Ziel-Eingang in unterschiedlichen Subsystemen, erstellt die Aktion automatisch alle erforderlichen Subsystem-Eingänge, -Ausgänge und Verbindungslinien, um die Hierarchie zu überbrücken.

Wie funktioniert das?

  • Wählen Sie zunächst den gewünschten Quellblock oder die gewünschte Signalleitung aus. Klicken Sie dann mit der rechten Maustaste darauf und wählen Sie „Signal Routing → Add Cross-Hierarchy Signal”.
  • Legen Sie anschließend im Popup-Fenster (Pop-up-Fenster) „Block Path” das Ziel des Signals fest.
  • Sie können entweder den Zielblockpfad direkt eingeben oder den Block manuell im Simulink-Editor auswählen und auf „Get Selected Block” klicken.
  • Gehen Sie anschließend zum Port-Panel und wählen Sie den Zielport, an den das Signal angeschlossen werden soll.
  • Sie können einen vorhandenen freien Inport auswählen oder „Create new“ wählen, um einen neuen Ziel-Inport zu erstellen (diese Option ist nur verfügbar, wenn der Zielblock ein Subsystem ist).
  • MoRe füllt den Signalnamen automatisch mit dem ursprünglichen Namen vor, den Sie nach Bedarf beibehalten oder bearbeiten können.

Das folgende Video zeigt Ihnen, wie Sie diese Funktion nutzen:

Video: MES Model & Refactor (MoRe) Funktion „Add Cross-Hierarchy Signal“
Diese Abbildung zeigt, wie ein Non-Bus-Cross-Hierarchy-Signal in MES Model & Refactor (MoRe) rückwärts entfernt wird.
Abbildung: Entfernen eines Non-Bus-Cross-Hierarchy-Signals in MES Model & Refactor (MoRe) - rückwärts

4. „Remove Cross-Hierarchy Signal Backwards”

Mit dieser Aktion sparen Sie Zeit, da Sie weder ein Bussignal noch ein Nicht-Bussignal manuell rückwärts über eine Subsystemhierarchie entfernen müssen. Die Aktion entfernt alle Leitungen, GoTo-/From-Blöcke, Subsystem-Eingänge/-Ausgänge, Bus-Selektor-Ausgänge und Bus-Creator-Eingänge entlang des Pfades und stoppt an einem ausgewählten Stoppblock.

Im Dialogfeld „Choose Stopping Block“ legen Sie fest, wie weit das Signal entfernt werden soll. Das Dialogfeld bietet mehrere Optionen und zeigt den maximalen sicheren Entfernungspunkt an, sodass andere Signalzweige ihr Quellsignal nicht verlieren.

Diese Abbildung zeigt, wie ein Bus-Cross-Hierarchy-Signal in MES Model & Refactor (MoRe) rückwärts entfernt wird.
Abbildung: Entfernen eines Bus-Cross-Hierarchy-Signals in MES Model & Refactor (MoRe) - rückwärts

Wenn Sie eine Bus-Linie auswählen, öffnet sich ein weiteres Dialogfeld. Dort können Sie das Bus-Signal auswählen, das Sie entfernen möchten. Um den gesamten Bus zu entfernen, wählen Sie einfach den obersten Knoten aus und klicken Sie auf „OK“, um fortzufahren.

Diese Abbildung zeigt, wie ein Non-Bus-Cross-Hierarchy-Signal in MES Model & Refactor (MoRe) vorwärts entfernt wird.
Abbildung: Entfernen eines Non-Bus-Cross-Hierarchy-Signals in MES Model & Refactor (MoRe) - vorwärts

„Remove Cross-Hierarchy Signal Forward”

Diese Aktion erspart Zeit, da Bus-Signale und Nicht-Bus-Signale nicht mehr manuell über eine Subsystemhierarchie entfernt werden müssen.
Die Aktion folgt allen Signalzweigen und entfernt auf dem Weg alle Leitungen, GoTo-/From-Blöcke, Subsystem-Eingänge/-Ausgänge, Bus-Selektor-Ausgänge und Bus-Creator-Eingänge. Bei nicht-virtuellen Blöcken wird die Aktion gestoppt.

Diese Abbildung zeigt, wie ein Bus-Cross-Hierarchy-Signal in MES Model & Refactor (MoRe) vorwärts entfernt wird.
Abbildung: Entfernen eines Bus-Cross-Hierarchy-Signals in MES Model & Refactor (MoRe) - vorwärts

Wenn eine Bus-Linie ausgewählt ist, öffnet die Aktion ein Dialogfeld, in dem Sie das zu entfernende Bus-Signal auswählen können. Wurde das Signal an einigen nicht-virtuellen Zielblöcken verwendet, öffnet die Aktion nach dem Entfernen der Signale ein Dialogfeld mit dem Namen „Blocks To Be Adapted”. In diesem Dialogfeld werden die Pfade der nicht-virtuellen Blöcke angezeigt, die von Ihnen angepasst werden müssen, da sie während der Aktion mindestens ein Eingangssignal verloren haben.

Sehen Sie sich das folgende Video an, um zu erfahren, wie die Aktion funktioniert.

Video: MES Model & Refactor (MoRe) Funktion „Remove Cross-Hierarchy Signal“

5. „Convert GoTo/Froms to Lines“

Mit dieser MoRe-Aktion können Sie GoTo/From-Verbindungen in Linien konvertieren. Sie können entweder alle Verbindungen innerhalb Ihres Subsystems konvertieren oder nur bestimmte auswählen. Dies funktioniert auch für GoTo/From-Blöcke, die sich über verschiedene Subsysteme oder Modellabschnitte erstrecken.

Erfahren Sie mehr zu dieser MoRe-Funktion in dem nachfolgenden Video:

Video: MES Model & Refactor (MoRe) Funktion „Transform GoTo & Froms to Lines“

6. „Accelerate Bus Management and Relocation“

Dieses MoRe-Feature vereint mehrere Ressourcen, die das Bus-Management erheblich beschleunigen und dabei helfen, modellbasiertes Design zu optimieren. Darunter fallen folgende Funktionen:

  • „Create bus“: Dabei werden die ausgewählten Signale zu einem neuen Bus zusammengeführt und die Signalleitungen dorthin umgeleitet. Die Funktion verarbeitet auch Signale, die mit Zielblöcken verbunden sind. Anschließend fügt sie automatisch die entsprechenden Bus-Selektoren nach dem Bus-Ersteller hinzu und leitet die Signale zu den Zielports um.
  • „Merge bus selectors“: Mit dieser Aktion werden ausgewählte Bus-Selektor-Blöcke zu einem einzigen Bus-Selektor zusammengeführt. Dies ist nur möglich, wenn die Bus-Selektoren denselben Quellport haben.
  • „Move blocks up“: Diese Aktion verschiebt die ausgewählten Blöcke in das übergeordnete System eine Ebene höher.
  • „Move blocks down“: Diese Aktion verschiebt die ausgewählten Blöcke eine Ebene nach unten in das ausgewählte Zielsubsystem.
  • „Split bus selector by destination“: Mit dieser Aktion können Sie einen Bus-Selektor so aufteilen, dass jeder Zielblock einen eigenen Bus-Selektor hat.

Schauen Sie sich das Video an, um zu sehen, wie all diese Maßnahmen die Abfertigung von Bussen wesentlich schneller und effizienter machen.

Video: MES Model & Refactor Funktion „Accelerate Bus Managements & Relocation“
Diese Abbildung erklärt, wo Sie auf die Dokumentation in MES Model & Refactor (MoRe) zugreifen können.
Abbildung: Zugriff auf die Dokumentation im MES Model & Refactor (MoRe)

Erste Schritte mit MoRe

Nach der Installation des Tools können Sie über das obere Menü auf das Benutzerhandbuch zugreifen, indem Sie auf „Help > Documentation” klicken. Schauen Sie sich auch unsere Inhalte zur MoRe in der MES-Wissensbibliothek an. Dort finden Sie Tipps zur optimalen Nutzung des Tools und kommen einen Schritt näher, Ihr modellbasiertes Design zu optimieren.

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Dieses Bild zeigt Elena Bley.
Elena Bley
Senior Manager Webinars & Training
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