Das Ungeheuer zähmen: Große Software-Modelle in den Griff bekommen

 

Datum: tba

Modelle sind die Kern-Artefakte in der automobilen Softwareentwicklung. Mit der Zeit - schon innerhalb eines einzelnen Entwicklungsprojektes oder auch über mehrere Entwicklungsschritte – wachsen Modelle, da sie immer mehr Funktionalitäten umfassen. Daraus resultiert, dass Modelle immer schwieriger zu warten und kaum verständlich sind - das Fehlerrisiko durch unerwartetes Verhalten anwächst. Die technischen Schulden des Models verlangen nach geeigneten Gegenmaßnahmen. Diese Schulung beschäftigt sich mit den Defiziten, die sich durch große Modelle ergeben und zeigt wie Sie die daraus entstehenden Risiken verringern.

Alle Schulungen sind auch als Inhouse-Schulungen weltweit verfügbar und können auf Ihre speziellen Bedürfnisse angepasst werden.
Kontaktieren Sie uns hierzu einfach.

 

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Pawel Malysz,
FCA US

„Die Seminare vermitteln Einblicke und Ideen, wie man an große Softwareprojekte systematisch herangeht - mit praktischen Vorschlägen und quantitativen Metriken.”

Agenda

Zielgruppe

Die Schulung richtet sich an Modellierer*innen, Tester*innen, Qualitätsmanager*innen, Projekt- und Teamleiter*innen, in deren Fokus die modellbasierte Entwicklung eingebetteter Software auf Basis von MATLAB®/Simulink® für die Serienproduktion steht.

Highlights

  • Grundlagen von Softwarearchitekturen
  • Bewertung von Architektur Design Prinzipien in Modellen
  • Refactoring von Simulink®-Modellen
  • Schichten von Anwendungsarchitekturen
  • Darstellung von Architekturen in Modellen

AGENDA - TAG 1

ZEIT THEMA
10:00 Uhr Begrüßung und Vorstellung der Teilnehmer*innen
10:30 Uhr Überblick: Modellbasierte Entwicklung und Qualitätssicherung mit Simulink®
  • Grundlagen der modellbasierten Entwicklung
  • Überblick über Aktivitäten der Entwicklung und Qualitätssicherung
  • Charakteristiken der ISO 26262-konformen Entwicklung
  • 12:00 Uhr Mittagspause und offener Dialog
    13:00 Uhr Analyse und Auswertung von Modellstrukturen
  • Einführung in Komplexitätsmetriken
  • Modellkomplexität berechnen
  • Gegenmaßnahmen bei übermäßig komplexen Modellen
  • Beurteilung von Kohärenz in Modellen
  • Software Architektur und Modellstruktur am Anwendungsbeispiel
  • 14:30 Uhr Pause
    14:45 Uhr Software-Architektur
  • Grundlagen der Softwarearchitektur
  • Erwartete Eigenschaften einer ISO 26262-konformen Software-Architektur
  • Prinzipien des Software Unit Designs
  • 16:15 Uhr Pause
    16:30 Uhr Implementierung von Software-Architektur in Modellen
  • Softwarearchitekture in Modellen
  • Prinzipien von Schichtenmodellen
  • Handhabe von Interfaces in Modellen
  • 17:15 Uhr Integration von Modellen und verteilte Modellierung
  • Vorteile von referenzierten Modellen und Bibliotheken
  • Definition verteilter Parameter Dateien
  • 18:00 Uhr Ende

    AGENDA - TAG 2

    ZEIT THEMA
    9:00 Uhr Refactoring von Simulink®-Modellen und ihre Struktur
  • Modellierungsstile für vereinfachtes Refactoring
  • Grundlegende Refactoring Operationen in Simulink®
  • Komplexe Refactoring Operationen

  • Hands-on mit den neuesten MES Refactoring Tool
    10:30 Uhr Pause
    10:45 Uhr Refactoring von Stateflow® Charts
  • Herausforderungen der Stateflow®-Semantik
  • Sicherer Modellierungsstil für Stateflow®
  • Beispielregeln für Refactorings

  • Hands-on mit den Modellen der Teilnehmer*innen
    12:15 Uhr Mittagspause und offener Dialog
    13:15 Uhr Regressionstests von Modellen
  • Testziele auf verschiedenen Testebenen
  • Absicherung funktionaler Eigenschaften von Modell und Code
  • Regressions und Back-to-Back Testing, MiL – SiL – PiL
  • Automatische Testevaluation mit Testassessments
  • 14:45 Uhr Pause
    13:30 Uhr Detailed Design in der modellbasierten Entwicklung nach ASPICE 3.0
  • Relevanz von ASPICE für die Softwareentwicklung in der Automobilbranche
  • Anforderungen für die ASPICE v3.0-konforme Entwicklung
  • Demonstration der Base Practices des Detailed Design in model-based development
  • 15:00 Uhr Prozessbedenken des Refactorings
  • Rollen und Verantwortungen von Software-Architekt*in, Software-Entwickler*in und Testingenieur*in
  • Unterscheidung zwischen Architektur-Design (Top-Down) und Architektur-Verbesserung (bottom-up) von neu entstehenden Architekturen
  • Refactoring in agilen Umgebungen
  • Refactoring eines bestehenden Modells
  • 16:30 Uhr Zusammenfassung und Schlussfolgerungen
    17:00 Uhr Ende der Schulung